Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf
News
1 Tag vor
By motogp.com

In Erinnerung an Niki Lauda

Die MotoGP™ und Dorna Sports sind zutiefst traurig über den Tod des dreifachen Formel-1-Weltmeisters Niki Lauda

Die MotoGP™ und Dorna Sports sind zutiefst traurig über den Tod des dreifachen Formel-1-Weltmeisters Niki Lauda - eine wahre Legende und eine der größten Persönlichkeiten des Motorsports. Wir werden ihn sehr vermissten.

Laudas Weg an die Spitze war so einzigartig, wie der Mann selbst. In den frühen 1970er Jahren legte er den Grundstein für eine Karriere, die eine ganze F1-Generation prägen sollte. Er beeindruckte seine Mitstreiter mit seinem Potenzial und Können und öffnete die Tür für den berühmtesten Konstrukteur des Sports: Ferrari. 1974 holte der Österreicher seine ersten Podestplätze, Rennsiege und Pole-Positions, was seinen Angriff auf die Krone ebnete, die1975 folgte, während er sich seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte. Aber das war nur der Anfang, denn Lauda schrieb weit mehr als ein einziges Kapitel.

1976 war vermutlich das Jahr, welches Lauda am meisten geprägt hat, denn es war das Jahr, in dem die größte Rivalität herrschten die der Sports je gesehen har, als es - Hunt vs Lauda - hieß im Kampf um die Meisterschaft. Anfänglich dominierend, fand sich der Österreicher im größten Unglück seines Lebens wieder, als er gleich zu Beginn des Rennens auf dem Nürburgring einen Highspeed-Sturz erlitt und in den Trümmern seines Ferrari gefangen war, als dieser in Flammen aufging. Er trug schwerste Verbrennungen davon, wodurch auch seine Lunge schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Er wurde aus dem Auto gerettet, fiel aber bald darauf ins Koma.

Von da an begann eines der größten - wenn nicht sogar das Größte - Motorsport-Comebacks aller Zeiten. Trotz dieses Höllenritts kehrte er zurück. Viele hätten den Helm an den Nagel gehangen, aber nicht Lauda. Er war nicht wie Andere und so machte sich der Österreicher daran, sein Comeback zu planen.

Es dauerte sechs Wochen. Wie durch ein Wunder saß er in Monza wieder am Steuer, bandagierte sich und trug einen speziell modifizierten Helm. Das Timing war entscheidend, um einen Showdown mit seinem wichtigsten Rivalen, James Hunt, in der Finalrunde in Japan zu starten.

Dort, unter dem strömenden Regen in Fuji, spielten die Karten gegen ihn. Er kämpfte mit der Sicht unter diesen widrigen Bedingungen, nachdem seine Augenlider bei seinem Sturz schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden, woraufhin er entschied, das Rennen vorzeitig zu beenden.Das gab seinem großen Rivalen und Freund - James Hunt - den Vorsprung, den er brauchte, um sich die Krone zu sichern. Aber Lauda kämpfte über diese Rivalität hinaus weiter an der Spitze. Um sich 1977 mit Ferrari erneut den Weltmeistertitel zu holen.

Nachdem er 1978 nach Brabham gezogen war, kündigte er seinen Rücktritt zum Ende der Saison 1979 an. Von da an gab es nur noch den Geschäftsmann Lauda. Doch er konnte es nicht sein lassen und so feierte er ein weiteres Comeback als er 1982 in die Formel 1 zurückkehrte - diesmal aber am Steuer eines McLaren - und 1984 schrieb er noch mehr Geschichte.

Nachdem Lauda sich 1984 wieder die Krone aufsetzte und das mit nur einem halben Punkt Vorsprung auf Teamkollege Alain Prost, war er der einzige Fahrer, der es schaffte mit den beiden besten Formel-1-Teams, Ferrari und McLaren, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Es war eine weitere Weltmeisterschaft, die sein ohnehin schon unglaubliches Erbe, fast ein Jahrzehnt nach seinen ersten Erfolgen, noch verstärkte.

Nicht lange nach diesem dritten Titel kündigte Lauda seinen Rücktritt in der folgenden Saison an und diesmal war es endgültig. Lauda übernahm die Rolle des Teammanagers und TV-Experten im Fahrerlager und wurde dann noch geschäftsführender Vorsitzender des Mercedes F1-Teams. Auch da spielte er wieder eine entscheidende Rolle im Kampf um weitere Weltmeisterschaften, nachdem es die Silberpfeile waren, die es zu schauen galt. 

Lauda ist eine wahre Legende und eine große Persönlichkeit im Fahrerlager. Er hinterlässt ein Erbe, das schwer zu übertreffen sein wird und eine Lücke, die man so nicht wieder füllen kann. Als ein Meister des Comebacks, ein einzigartiger Charakter und sportlicher Rivale, der eine dramatische Ära in der Formel 1 prägte, wird er von der Motorsport-Community niemals vergessen werden.

Die MotoGP™ und Dorna Sports spricht Allen, die Niki Lauda hinterlässt, ihr tiefstes Beileid in dieser schwierigsten Zeit aus; seiner Familie, Freunde, Team, Sport und den Fahrerlagern dieser Welt.

Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta: "Mit Niki habe ich nicht nur einen Freund verloren, sondern Jemanden, zu dem ich eine ganz besondere Beziehung hatte. Er war auch ein großer Fan unseres Sports und es war uns immer eine Ehre, wenn er unser Fahrerlager besuchte. I möchte seiner Familie und seinen Kindern mein tief empfundenes Beileid ausdrücken. Meine Gedanken und derer unseres Sports sind bei Ihnen. Niki wird von allen, die ihn kannten, unglaublich vermisst werden."